Mein Dodge Caliber SRT4
Am Freitag, den 01.10.2010 war es soweit! Ich habe meinen Dodge Caliber SRT4 in Bremen abgeholt. Er ist zwar schon 2 Jahre alt aber hat gerade einmal 11.000 km auf dem Zähler und sieht aus wie ein Neuwagen. Er hat 295 PS unter der Haube und hat einen Neupreis von knapp 30.000 Euro. Die 6,7 Sekunden von null auf 100 km/h machen ihn für diesen Preis zu einem PS-Schnäppchen. Mit nur 100 Euro pro PS ist er in seiner Leistungsklasse absolute Spitze im Preis/PS-Verhältnis.
Allen Vorurteilen eines amerikanischen Autos zum Trotz habe ich mich für dieses Auto entschieden, dessen Aussehen sicher Geschmacksache ist, mir persönlich aber extrem gut gefällt. Auch die Farbe “Sunburst Orange” passt gut zu dem Wagen. Der eingebaute Kühlschrank im Handschuhfach sowie die Turbo-Anzeige und die Anzeige von G-Kräften sind nette Extras, die man hier in Europa kaum kennt.
Normalerweise veröffentliche ich einen Autokauf nicht online aber was in Foren teilweise abgelassen wird, gehört richtiggestellt. Die Rede ist zum Beispiel besonders gerne von der “schlechten Verarbeitung und dem ganzen billigen Plastik in dieser Schrottkarre”. Das kann ich absolut nicht bestätigen. Das Auto macht sowohl von außen als auch von der Innenausstattung einen sehr hochwertigen Eindruck.
Die angesprochenen Kritikpunkte können m.E. nur daraus resultieren, dass der SRT4 aufgrund seiner Größe im Test mit einem großen Mittelklasse bis Oberklassewagen verglichen wurde und damit natürlich nicht mit einem > 60.000,- Euro Auto mithalten kann. Dass der Dodge preislich bei einem Golf liegt, bleibt unerwähnt. Auch wackelt nichts, klappert nichts und flackert nichts - das Image eines typischen amerikanischen Autos ist absolut ungerechtfertigt. Diese Nachplapperer in einigen Foren haben das Auto mit Sicherheit noch nie im Original gesehen, geschweige denn schonmal darin Platz genommen.
Die einzigen Nachteile, die mir bisher aufgefallen sind, ist dass der SRT4 seine fast 300 PS kaum auf die Straße bringt. Selbst im 3. Gang drehen bei nur leicht feuchter Fahrbahn die Räder noch durch. Das ESP schaltet relativ spät (aber noch rechtzeitig) ein. Das Fahrwerk ist hart und die Motorgeräusche auf der Autobahn sind auch relativ hoch, aber was erwartet man von so einem Kraftprotz? Für mich jedenfalls ist das Musik in meinen Ohren und wenn ich mal keine Lust darauf habe, lasse ich mich von der standardmäßigen 300 Watt Anlage beschallen
Der Verbrauch beim Vorbesitzer lag bei 11,2 Litern. Ich bin auf der Autobahn mit 9,7 und innerorts mit etwa 10,5 Litern unterwegs. Finde ich für diese Leistung in Ordnung.
Weitere Erfahrungen folgen… was ich bis jetzt sagen kann ist: Audi Q7 (3.0 TDI)… Porsche Boxster… Audi S3… sehen in der Beschleunigung alt aus gegen den SRT4 ![]()